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Position der Grünen zur Bauwende

Hintergrund – Der Antrag 19/23152 von Bündnis 90/Die Grünen zur Einleitung einer Bauwende in eine ressourcenschonende Bau- und Immobilienwirtschaft sieht eine ressourcenleichte, natur- und gesundheitsverträgliche sowie effiziente Bau- und Immobilienwirtschaft vor. Dazu vertritt die Bundestagsfraktion insgesamt 16 Positionen: (1) Das Gebäudeenergiegesetz zu einem Gebäuderessourcengesetz weiterentwickeln, (2) die Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung in der Musterbauordnung zentral berücksichtigen, (3) in der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) die Kosten sowie den Energie- und Ressourcenaufwand für den Rückbau verbindlich verankern, (4) die Digitalisierung des Bausektors sowie (5) die Wiederverwendung und das Recycling von Baumaterialien fördern, (6) eine Holzbaustrategie für Hoch- und Ingenieurbau auflegen, (7) den Einsatz nachwachsender Rohstoffe im Neubau und bei energetischer Sanierung unterstützen, (8) Innovationen in der Zement- und Stahlbranche für ein weniger klimaschädliches und energieintensives Wirtschaften fördern, (9) die Subventionierung petrochemischer Kunststoffe und CO2-intensiver Baustoffe abbauen, (10) eine Abgabe auf Primärrohstoffe einführen, (11) die Selbstverpflichtungen des Bundes bezüglich des nachhaltigen Bauens erweitern, (12) die KfW-Gebäudeprogramme auf eine ressourcenschonende Bau- und Immobilienwirtschaftsweise hin ausrichten, (13) das Thema Ressourcenschonung auch in der Energieberatung voranbringen, (14) die Nutzung von ressourcenschonenden Bauweisen, -stoffen und -produkten in der Berufsausbildung und beruflichen Weiterbildung von allen Bauberufen und im Architektur- und Bauingenieur-Studium besser verankern, (15) die Einführung eines bundesweiten Forschungsprogramms über Alternativen zum Einsatz von REA-Gips prüfen sowie (16) ein internationales Abkommen zu Schutz von Sand abschließen.