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Netto-Null-Emissionen: IPCC sieht auch Städte und Gebäude in der Pflicht

Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) hat am 4.4.2022 den Beitrag der Arbeitsgruppe III zur Minderung des Klimawandels als Abschluss des sechsten Sachstandsbericht veröffentlicht. Danach ist die Emission von THG-Gasen gegenüber 2010 weltweit weiter gestiegen, jedoch mit verlangsamter Geschwindigkeit. Die notwendige Systemtransformation zur Begrenzung der Erderwärmung erfordere unter anderem im Baubereich erhebliche Anstrengungen. Städtische Gebiete müssten ihre Ressourceneffizienz verbessern durch „die Senkung oder Änderung des Energie- und Materialverbrauchs, […] Elektrifizierung sowie […] die Verbesserung der Kohlenstoffaufnahme und -speicherung“ (C.6). Zudem müssten die Lieferketten innerhalb und zu den Städten emissionsfrei werden, um ab 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Allerdings seien ehrgeizige politische Bemühungen erforderlich, um zu verhindern, „dass Gebäude für Jahrzehnte in kohlenstoffbasiertem Modus feststecken“. Es erfordere vielmehr „gut konzipierte und wirksam umgesetzte Minderungsmaßnahmen sowohl bei Neubauten als auch im nachgerüsteten Gebäudebestand“, um diesen an die künftigen Klimabedingungen anzupassen.