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Wasserstoff aus Ökostrom für Zementindustrie – Bund fördert Reallabor Westküste 100

Die nationale Wasserstoffstrategie des Bundes sieht bis 2023 unter anderem die Förderung sog. „Reallabore der Energiewende“ mit insgesamt 600 Millionen Euro vor. Reallabore sollen den Technologietransfer „von der Forschung in die Anwendung“ bringen. Der nun erteilte dritte Förderbescheid des BMWi über 30 Millionen Euro unterstützt fünf Jahre die Errichtung einer Elektrolyseanlage auf dem Gelände der Raffinerie Heide in Schleswig-Holstein. Hier soll im Rahmen des Projekts Westküste 100 zunächst Wasserstoff aus Offshore-Windstrom erzeugt werden. Ziel der branchenübergreifenden Partnerschaft aus Industrieunternehmen, Hochschule, Stadtwerken und Beratungsgesellschaften ist eine „Sektorenkopplung“, bei der nicht nur die Abwärme der Elektrolyse für die Beheizung eines Gewerbegebiets genutzt werden soll. Fernziel ist eine Koppelung mit der regionalen Zementindustrie, um aus dem dort freiwerdenden CO2 zusammen mit dem Wasserstoff aus der Elektrolyse CO2-neutrale synthetische Brennstoffe herzustellen. Über diese Methanol-Synthese gelänge ein maßgeblicher Beitrag zur Dekarbonisierung der Zementindustrie während in Folge synthetischer grüner Kraftstoff einen Beitrag zur Verminderung der CO2-Emissionen etwa im Kraftfahrzeugsektors leisten würde.