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Kreislaufwirtschaft ausbauen und für das Wachstum nutzen

Die britische Ellen MacArthur Foundation plädiert in einem Papier anlässlich der negativen ökonomischen Auswirkungen der Pandemie für den zügigen Ausbau der Kreislaufwirtschaft im Bausektor. Dies sei zum einen über die Renovierung und Modernisierung von Gebäuden zu erreichen. Zum anderen müsse die Infrastruktur für die Wiederverwendung von Materialien und für das Recycling gestärkt werden, um eine Wertzirkulation und die effektive Nutzung knapper Ressourcen herzustellen. Im Bereich der Infrastruktur betont die Stiftung, dass Renovierung und Sanierung robuste Instrumente für die rasche Ankurbelung der Wirtschaft seien, die gleichzeitig zur Erreichung der Klimaziele beitragen. Zirkuläre Sanierungsprojekte förderten zudem die Beschäftigung auf lokaler Ebene. Das kreislauffähige Design von Bauprodukten und Baukörper wird dabei als Schlüsselfaktor für eine anpassungsfähige und dauerhaft gebaute Umwelt angesehen. Zudem hebt die Stiftung hervor, dass Investitionen in die Entwicklung der Infrastruktur für Wiederverwendung und Recycling erhebliche Kosteneinsparungen bewirken können. Größere Materialkreisläufe könnten zudem die Treibhausgas-Emissionen der Bauindustrie in den G7-Ländern bis 2050 um 14-18% senken. Dazu müssten aber auch die digitalen Infrastrukturen der Kreislaufwirtschaft, wie z.B. Building Information Modeling (BIM), rasch ausgebaut werden.