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Grüne fordern Einstieg in „ressourcenleichte“ Kreislaufwirtschaft

Anlässlich des diesjährigen Erdüberlastungstags fordern die Grünen eine Verringerung des Ressourcenverbrauchs bis 2050 auf ein Zehntel des heutigen Niveaus. Dafür müsse die Bundesregierung eine ressourcenleichte, klimaschonende Kreislaufwirtschaft in die Wege leiten, so Dr. Bettina Hoffmann, Mitglied des Deutschen Bundestags und Sprecherin der Grünen für Umweltpolitik. Hoffmann hatte dazu bereits Ende Februar ein Diskussionspapier mit dem Entwurf einer Strategie für eine „ressourcenleichte, giftfreie und klimaneutrale Kreislaufwirtschaft“ bereitgestellt. Sie plädiert darin für eine Abkehr von der Wegwerfgesellschaft zugunsten einer funktionsfähigen Kreislaufwirtschaft. Diese erfordere die Berücksichtigung des Kreislaufdenkens bereits in der Planungs- und Designphase neuer Produkte sowie eine veränderte Abfallhierarchie mit viel mehr Müllvermeidung vor Recycling und Entsorgung. Dafür müssten Produkte langlebig, updatefähig und reparierbar auf der Basis gesetzlicher Mindeststandards für den Reparaturmarkt sein. Mehrwegprodukte sollten den stets den Vorrang vor Einwegprodukten bekommen, Verpackungen mehrweggerecht auch für Versandpakete und Lebensmittel entwickelt und etabliert werden. Darüber hinaus sollten Produkte vornehmlich aus rezyklierbaren und giftfreien Materialien hergestellt und mehr Rücknahmesysteme eingeführt werden. Zudem müssen Produkte nicht nur aus ihrem Nutzungszweck heraus, sondern auch als Rohstofflager verstanden werden, die Müll zu Wertstoffen machen.