re!source Stiftung e.V.
Ressourcenwende in der Bauwirtschaft

Die Bauwirtschaft steht vor einem gravierenden Wandel. Schwindende Ressourcen machen es unerlässlich, den Materialeinsatz im Bauwesen neu zu denken, ressourcenschonender zu gestalten. Das Bewusstsein für diese Herausforderung ist noch unzureichend. Bisherige gesetzliche Regelungen greifen nicht ausreichend, konkrete Verfahrensweisen und Kenntnisse fehlen weitestgehend.

Die re!source Stiftung e.V. steht für die Ressourcenwende in der Bauwirtschaft und ist eine unabhängige Allianz mit Mitgliedern aus Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft und Politik. Sie wurde von Mitgliedern des Bauwesens 2018 gegründet. Die re!source Stiftung e.V. entwickelt gemeinsame Ziele und Prozesse zur Ressourcenschonung und kommuniziert diese an relevante Zielgruppen. Die re!source Stiftung e.V. möchte eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen durch Umsetzung einer echten zirkulären Wertschöpfung im Bauwesen erreichen. Zugleich will sie zur kommunikativen Aufklärung dieses Themas in Wirtschaft und Gesellschaft beitragen.

Akteure

Die re!source Stiftung e.V. – Ressourcenwende in der Bauwirtschaft betrachtet sich als disziplinübergreifende, unabhängige Allianz, die einen übergeordneten Diskurs zum Thema Ressourcenschonendes Bauen ermöglichen will.

Aktivitäten

Ziele zentral entwickeln und dezentral umsetzen. Die Bauwirtschaft leistet seit Jahren wichtige Beiträge für den sinkenden Energieverbrauch und die Nachhaltigkeit von Wohn- und Nichtwohngebäuden.

  • Prof. Dr. Ing. Sabine Flamme
    Produktverantwortung gibt es bereits in vielen Bereichen, warum nicht auch in der Bauwirtschaft? Aus meiner Sicht müssen Hersteller ihre Produkte zu Ende denken und nicht nur auf Funktionalität und Design achten.
    Prof. Dr. Ing. Sabine Flamme
    FH Münster, Stoffstrom- und Ressourcenmanagement
  • Univ. Prof. Annette Hillebrandt
    Hersteller und Planer müssen umdenken. Ich plädiere für geschlossene Produktkreisläufe, die wertvolle Ressourcen nicht ”downcyceln”, sondern in eine echte Kreislaufwirtschaft zurückführen.
    Univ. Prof. Annette Hillebrandt
    Architektin, Bergische Universität Wuppertal
  • Rolf Brunkhorst
    Weltweit nimmt der Ressourcenverbrauch zu. Ein großer Teil der Rohstoffe landet im Gebäudesektor. Theoretisch geht damit ein großes Potential einher – dann, wenn hochwertig recycelt wird. In der Realität ist man davon jedoch noch weit entfernt.
    Rolf Brunkhorst
    Leiter Nachhaltigkeit, Schüco International KG in Bielefeld
  • Manfred Fuchs
    Grundsätzlich soll der Aspekt Recycling in der Bewertung von Gebäuden zukünftig mehr gewichtet werden. Dabei spielen nicht nur die Produkte, die verbaut werden, eine Rolle.  Das Gebäude insgesamt, auch die Phase nach der Nutzung, muss betrachtet werden.
    Manfred Fuchs
    Directorate General for Internal Market, Industry, Entrepreneurship and SMEs
  • Jochen Flasbarth
    Ressourcenschutz muss genauso selbstverständlich werden wie Klimaschutz. Und er muss im Alltag gelebt und durchgesetzt werden und zwar auf allen Ebenen, auf Seite der Politik, der Industrie und der Konsumenten.
    Jochen Flasbarth
    Staatssekretär a.D., Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
  • Matthias Kopp
    Dass das Thema Umgang mit Ressourcen kein Nischenthema ist, spiegelt sich auch in der Betrachtung der „Global Risc Landscape 2017“ wieder: Viele der genannten Risiken haben damit zu tun, wie mit den Ressourcen umgegangen wird.
    Matthias Kopp
    WWF Deutschland Finanzsektor und Energie
  • Reinhold Rünker
    Die zirkuläre Wertschöpfung sehen wir als ein Ermöglichungsprogramm für eine hochindustrialisierte Gesellschaft und industriepolitisches Innovationskonzept mit neuen Produkten, neuen Geschäftsmodellen und neuem Denken (Rethink!)
    Reinhold Rünker
    Ministerium für Wirtschaft NRW, StäV.III Wirtschaftspolitik
  • Anja Rosen
    Als Architekten und Ingenieure verplanen und verbauen wir heute in unserer rohstoffhungrigen Zeit bereits die Ressourcen nachfolgender Generationen. Wir müssen Gebäude so gestalten, dass die Materialien leicht zurückgewonnen und verwertet werden können.
    Anja Rosen
    energum GmbH, agn-Gruppe
  • Annette von Hagel
    Rückbau ist nicht ausschließlich ein Thema am Ende des Lebenszyklus einer Immobilie, sondern ein permanenter Prozess.
    Annette von Hagel
    PKS Kommunikations- und Strategieberatung
  • Thomas Lauritzen
    Gebäude sind DAS Rohstofflager für mineralische Materialien, Metalle und Kunststoffe. Für zukünftige Bauvorhaben ist eine zirkuläre Wertschöpfungskette unabdingbar. Nur der Industriezweig, der hierzu Lösungen anbieten kann, wird auch weiterhin nachhaltige Geschäftserfolge erzielen können.
    Thomas Lauritzen
    Leiter Internal Services und Unternehmenssprecher, Schüco International KG in Bielefeld
  • Dr. Markus Beukenberg
    Ein Produktlebenszyklus endet nicht mit Ende der Nutzung, sondern bezieht die Phase danach mit ein. Hier muss die Industrie eine völlig neue Sichtweise entwickeln.
    Dr. Markus Beukenberg
    CTO WILO SE